Giesecke & Devrient | Ein Muss für alle Sammler
Am 1. Juni 1852, also morgen vor genau 160 Jahren, gründeten Hermann Giesecke (1831-1900) und Alphons Devrient (1821-1878) in Leipzig das Typographische Kunst-Institut Giesecke & Devrient. Dem hochwertigen Kunst- und Buchdruck folgte 1854 der Druck von Banknoten und Wertpapieren, der G & D schnell Weltruf einbrachte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg, 1948, wurde das Unternehmen in München wieder aufgebaut. Die in Leipzig vorhandenen Gebäude und Anlagen wurden verstaatlicht und als VEB Deutsche Wertpapierdruckerei (DWD) betrieben.
1955 erstellte die westdeutsche Druckerei den ersten einheitlichen DM-Reisescheck. Drei Jahre später verpflichtete sich G & D zur Lieferung der Hälfte der Banknoten für die Deutsche Bundesbank. Die andere Hälfte fertigte die staatseigene Bundesdruckerei. 1971 folgte der Eurocheque und die Eurocheque-Karte, 1975 die erste maschinenlesbare Banknote, 1993 die Patienten-Chipkarte und 2004 der erste Biometrie-Ausweis.
Ein Papier der Druckerei ist einfach ein Muss für jeden Sammler von Wertpapieren. Dieser bekommt allerdings auch Konkurrenz von Banknotensammlern. Ich habe mir ein Stück gesichert, auch wenn es eigentlich nicht in meine Sammlung passt.
Im Suppes-Katalog ist ein solches Stück aus dem Februar 1939 über 1000 Reichsmark (siehe Foto oben) mit 175 Euro taxiert, wenn es aus dem Reichsbankschatz stammt. Bei Ebay geht es für etwa 60 Euro weg. Die Ursprungsauflage soll 1250 Stück sein, im Reichsbankschatz lagen 450 Papiere.
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