Die Costa-Concordia-Aktie

1. April 2012 um 22:00 Uhr
Carnival Cruise Lines

Es ist vielleicht die (Schicksals-) Aktie des Jahres 2012 – ein Papier der Carnival Cruise Lines. Denn ausgerechnet 100 Jahre nach dem Untergang der Titanic havarierte das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia am 13. Januar 2012 vor der italienischen Insel Giglio im Mittelmeer. Costa ist eine Tochtergesellschaft vom britisch-amerikanischen Konzern Carnival, wie es auch die deutsche Reederei Aida oder die erste Passagierschiffgesellschaft der Welt, P&O, ist. Die Concordia liegt seit dem Unfall mit etwa 65 Grad Schlagseite auf Grund. Das Bild ging um die Welt und die Kollision mit einem Felsen beschäftigte die Medien wochenlang. 25 Leichen wurden seither geborgen, sieben Menschen gelten als vermisst.

Costa Concordia

Foto: Roberto Vongher

Carnival Cruise Lines nannte sich 1993 in Carnival Corporation um. Der Konzern betreibt heute etwa 100 Schiffe. Ted Arison (1924-1999), ein israelitisch-amerikanischer Geschäftsmann, gründete die Gesellschaft 1972. An die Börse ging das Unternehmen 1987 (20 Prozent des Aktienkapitals), aus diesem Jahr stammt auch die oben abgebildete Aktie. Es folgten zahlreiche Übernahmen, so kaufte Carnival die Reederei Costa im Jahr 2000. Noch heute besitzt die Familie Arison fast die Hälfte der Anteile (47 Prozent). Gründer-Sohn Micky Arison ist der Vorstandschef des weltgrößten Kreuzfahrtkonzerns.

Die Tochtergesellschaft Costa wolle Carnival nach dem Unglück nicht umbenennen, heißt es aus der Zentrale in Miami.

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