NONVALEUR Nachrichten | News
13. Februar 2013 um 10:00 Uhr365 Aktien – Jeden Tag ein Sammlerstück
7. Januar 2013 um 07:45 Uhr
Mein neues Projekt heißt 365aktien.de. Auf dieser Webseite finden Sie eine bunte Bildergallerie, die insbesondere auch für jeden Neusammler interessant sein dürfte. Jeden Tag um 8 Uhr morgens kommt ein Wertpapier dazu. Die gezeigten Stücke sind in der Regel meine Dubletten und verkäuflich. Also nur zu, stöbern lohnt sich.
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Eine irakische Kriegsanleihe und ein gescheiteter Basar
4. Januar 2013 um 10:00 Uhr
Saddam Hussein war ein Diktator. Er wurde wegen Kriegsverbrechen sowie Verbrechen gegen die Menschlichkeit zum Tode verurteilt und am 30. Dezember 2006 hingerichtet. Das einstige irakische und mehrfach kriegsführende Staatsoberhaupt war zu Lebzeiten darüber hinaus auch sehr geschäftstüchtig.
Zur Finanzierung des Iran-Irak-Kriegs (1980-1988) gab Hussein Anleihen heraus. Eine Anleihe über je 50 Dinar pro Papier im Jahr 1986 und eine über 100 Dinar ein Jahr später, 1987. 100 irakische Dinar entsprachen seinerzeit dem festen Kurs von 321,69 US-Dollar. Die jährliche Verzinsung für die Anleihe lag bei 10 1/5 Prozent, bei einer Gesamtlaufzeit von zehn Jahren. Das Papier trägt ein Foto des Diktators und ein Portrait von ihm als Wasserzeichen. Zwei Restkupons hängen noch an dem kleinformatigen Stück in arabischer Schrift.
Die Kriegsanleihe ist ein moralisch bedenkliches Stück, aber auch eines von weltgeschichtlicher Bedeutung. Laut Auktionator Matthias Schmitt (HWPH AG) sind solche Stücke für Auktionen genau aus diesem Grund nicht geeignet. Ich habe ein guterhaltenes Stück über 100 Dinar aus dem Jordan ergattert, das ich Ihnen hier einmal abseits meiner Frankfurter Stücke zeigen möchte.
Eine traurige Nachricht ereilte mich zudem gerade. Der Sammlerbasar in Gelnhausen wurde abgesagt. Nur sechs der 25 vergesehenen Tische waren bis heute gebucht. Werner Kürle: “Ich bedaure dies sehr. Nach dem Verlust unserer Fachzeitschrift, ist die Absage des Basars mit Sicherheit nicht förderlich für unser Sammelgebiet. Im Gegenteil, es zeigt nur zu deutlich die Probleme des Sammelgebiets auf.” Die erste Live-Auktion aus Wolfenbüttel verlief dagegen aus meiner Sicht ganz passabel.
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Frohe Weihnachten
21. Dezember 2012 um 13:30 UhrLiebe Sammler und Nonvaleur-Interessierte,
ich wünsche Ihnen zunächst einmal ein frohes Weihnachtsfest. Und kommen Sie auch gut ins neue Jahr.
Passend zum Fest habe ich mich beruflich mit historischen Wertpapieren beschäftigt und in der aktuellen Ausgabe von BÖRSE ONLINE, Nummer 52/12 + 01/13, ein Portrait über den Sammler Rüdiger K. Weng und seinen Kunsthandel geschrieben.
Gleich zu Beginn des neuen Jahres, am 3. Januar, ab 17 Uhr, versucht Michael Weingarten etwas Neues: die erste reine Live-Auktion. Es soll pro Jahr vier davon geben (4. April, 4. Juli, 7. November). An sich eine gute Idee wie ich finde: Je mehr Auktionen, desto besser. Allerdings frage ich mich – und soviel Kritik sei bei kostenloser Werbung erlaubt – warum fällt bei der Online-Auktion nicht die Provision des Auktionshauses (18 Prozent) kleiner aus? Vielleicht ein guter Vorsatz für das neue Jahr und die drei darauffolgenden Live-Auktionen…
Für den 2. Februar hat das Frankfurter Sammlertreffen, das Wertpapier-Cränzchen, kurz WC, unter der Führung von Werner Kürle einen reinen Sammlerbasar in Gelnhausen geplant – auch etwas Neues.
Eine weitere Neuerung: Meine Dubletten finden Sie mittlerweile unter der Webadresse 365aktien.de. Jeden Tag gibt es dort ein neues Sammlerstück zu sehen. Die Zeitschrift “Der Aktiensammler” sagt unterdessen in der neuesten Ausgabe aufgrund der Krise in der Medienlandschaft “leise Ade”.
Geht man nun davon aus, wie ich, dass 2013 an der Börse ein gutes Aktienjahr wird, dann wird es das wohl auch für den Markt der Nonvaleurs. Der HPax hat bereits einen Satz nach oben gemacht. In diesem Sinne, alles Gute und viel Erfolg,
Ihr Ulrich W. Hanke
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Die vierte Auflage
25. November 2012 um 19:45 UhrHier ein Kurzfilm zur vierten Auktion von Klaus Schiefer in Düsseldorf am vergangenen Samstag, die stark besucht war. Leider blieben dennoch einige hochkarätige Lose liegen. Viel Spaß mit dem Video, Ihr Ulrich W. Hanke.
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Lesenswerte Lektüre?
18. November 2012 um 15:30 UhrWitzigerweise zitiert er mich indirekt, beruft er sich doch auf einen Artikel der WirtschaftsWoche, den ich verfasst habe. Auktionator Jörg Benecke lässt der Journalist auch zu Wort kommen, zitiert ihn zweimal. Die Zahl der Sammler steige, so Benecke, darüber hinaus interessierten sich zunehmend Museen für Nonvaleurs. Das bezweifle ich – aber was soll Benecke auch anderes sagen?
Der “Experten”-Tipp” von Brückner heißt: Nur in Papiere investieren, von denen maximal noch zehn Stücke vorhanden sind. Eine Wertsteigerung sei dann beinahe programmiert. Brückner, der als Fachmann für Uhren gilt, empfiehlt unglücklicherweise das nicht mehr am Markt befindliche Auktionshaus Tschöpe - schlecht gegoogelt, äh recherchiert, lieber Kollege! Auch der empfohlene Onlinehändler Hahn gehört eher zu den teuren Adressen. Für den ersten Überblick ist Brückners Buch dennoch ganz gut, mehr kann man aber eben bei 50 Sachwerten auf rund 250 Seiten auch nicht erwarten. Schulnote: 3+.
Was die Nonvaleurs angeht, habe auch ich schon einmal geschrieben, dass die raren Stücke in der Vergangenheit mit etwa zehn Prozent rentiert haben – ohne Berücksichtigung von Aufgeld und Mehrwertsteuer. Packt man die obendrauf und rechnet auch noch die Einlieferungsgebühr beim Verkauf mit ein, gibt es sicher bessere Geldanlagen. Aber darum geht es ja beim Sammeln gar nicht.
Noch ein Lesetipp zum Schluss: Hans-Georg Glasemann hat sich die Mühe gemacht, mal alle Bücher zum Thema Nonvaleurs aufzulisten. Siehe Rubrik “Bibliografie” beim EDHAC.
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98 Prozent Zuschlagsquote
15. November 2012 um 00:30 UhrWar die erste Auktion in Heidelberg noch Geheimsache, so änderte sich das mit der zweiten am gestrigen Mittwoch – vor allem durch Initiative von Ottmar Ohlhausen, der zahlreiche Sammler zu seiner Heimauktion gelockt hatte. Knapp 200 Lose – fast alle Lots mit mehreren DM-Muster-Stücken – standen am Ende der Münz- und Banknotenauktion im Europäischen Hof zum Ausruf. Die Quelle: dem Vernehmen nach “ein Stuttgarter Tresor”. Wie wohl bei Münzen und Banknoten üblich war auch diese Auktion für Händler konzipiert (Lots sowie MwSt auf die gesamte Summe).
Ganze drei Lose blieben liegen (4997, 5029, 5045; also knapp zwei Prozent aller Lose). Nicht selten erfolgte der Zuschlag zum Doppelten oder Dreifachen des Ausrufes. Ganz so teuer wie bei der ersten Grün-Auktion wurde es nicht, billig aber auch nicht. Ein paar Beispiele: Für Los 4900, ein Lot von sieben Stücken der Ackermann-Göggingen AG, fiel der Hammer bei 800 Euro. Der Ausruf lag bei 250 Euro. Los 4982, fünf Stücke der Hoechst AG, brachte 550 Euro (Ausruf: 150 Euro). Die Lose 5008, 5009 und 5010, mit einem, zwei und drei Stücken der Heinrich Lanz AG, Mannheim, brachten 320, 550 und 800 Euro (Ausruf: 100, 200, 300 Euro).
Viele der Stücke werden wir wohl bei den Auktionen der Großen in der Szene wiedersehen, die auch fleißig eingekauft haben. Eine dritte Auktion der Heidelberger Münzhandlung Herbert Grün mit Wertpapieren der Art wird es aber nicht mehr geben – gut und schlecht für den Markt.
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Fondsanteile
14. November 2012 um 07:35 UhrIn Deutschland gibt es 6739 Publikumsfonds (inklusive Dachfonds), also Fonds, die Sie und ich kaufen können. Dazu kommen 3876 Spezialfonds für institutionelle Anleger. 82 Fondsgesellschaften sind Mitglied im Bundesverband Investment und Asset Management, kurz BVI. Definiere ich beispielsweise Allianz Global Investors Europe, Holding und KAG als eine Firma, sind es nur knapp 60 Gesellschaften. Soweit ist das Sammelgebiet der Fondsanteile schon einmal schnell umrissen (Stand: Ende 2011).
Für Optionsscheine gibt es Liebhaber wie die Sammler Kron oder Ohlhausen, für Aktien und Rentenpapiere sowieso. Doch Fonds werden noch recht stiefmütterlich behandelt. Da ich beruflich nun mit jenen Finanzprodukten zu tun habe, stelle ich hier nach und nach Anteilscheine und ihre Herausgeber vor (natürlich hauptsächlich aus Frankfurt). Denn auch von Fonds existieren Nonvaleurs.
Interessant finde ich, wie sich die Zahl der Fonds entwickelt hat. 1950 gab es zwei Publikumsfonds. Sieben Jahre später kam das Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften (KAGG), welches Wertpapierfonds erst regelte (1969 das Auslandinvestmentgesetz, AIG, für den Vertrieb ausländischer Fonds in Deutschland). 1960 existierten immerhin schon 20 Publikumsfonds, zehn Jahre später 60, 1980 dann 117 Fonds, 1990 gar 321 und im Jahr 2000 mit 1876 immer noch deutlich weniger als heute. Die zehn größten Player sind aktuell: DWS, Allianz Global Investors, Deka, Union Investment, BlackRock (iShares), Universal Investment, Franklin Tempelton, Pioneer, Oppenheim und FIL. Eine auch immer gern genannte Zahl aus dem Bereich: Das Investmentvermögen pro Kopf der Bevölkerung in Fonds lag 2011 bei 7951 Euro.
Ich fange mit dem Fondak (hier klicken) an.
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Kurzfilm aus Würzburg
11. November 2012 um 01:00 UhrDiesmal kommen vor allem die Sammler zu Wort. Viel Spaß mit meinem Video zur 27. HWPH-Auktion von gestern.
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